• Zahnärzte
  • Patienten
    • Zahnarztsuche
    • Medizinische Infos
    • Patient und Krankenkasse
    • Patientenberatung
  • Presse
  • Politik
  • Service
  • Kontakt
  • Impressum

Sie sind hier:

  • Startseite
  • Patienten
  • Medizinische Infos
  • Erkrankungen & Therapie
  • Zahnfehlstellungen
  • Kieferorthopädische Behandlungsgeräte
  • Herausnehmbare kieferorthopädische Geräte
 
  • A
  • A
  • A

Herausnehmbare kieferorthopädische Geräte

Artikel

Kieferorthopädische Behandlungsapparaturen, d.h. Zahnspangen, sind entweder herausnehmbar - wie Platten, Funktionskieferorthopädische Geräte (Aktivator, Bionator, Funktionsregler u.a.) - oder festsitzend (Multiband- bzw. Multibracketapparatur).

Herausnehmbare Platte, © Prof. SchopfHerausnehmbare Platte, © Prof. SchopfWelche Art von Apparatur im Einzelfall verwendet werden muss, entscheidet der Behandler je nach Ausprägung und Art der Zahnstellungs- und Kieferanomalie, Alter, Gebissreife, Wachstumsfortschritt, Kooperationsbereitschaft und Mundhygienegepflogenheiten des Patienten. Im Allgemeinen lassen sich geringgradig ausgeprägte Fehlstellungen mit herausnehmbaren Spangen korrigieren, schwierigere Behandlungen erfordern häufig den Einsatz festsitzender Apparaturen.

 

Aktivator, © Prof. SchopfAktivator, © Prof. SchopfHerausnehmbare Apparate bestehen aus einer individuell laborgefertigten Kunststoffbasis mit Klammern und Korrekturelementen aus Edelstahldraht, die zum Teil auch mit kieferorthopädischen Schrauben versehen sind. Mit diesen Spangen lassen sich die Stellung schief stehender Zähne, die Breite der Zahnbögen, die Lage falsch positionierter Kiefer sowie - mit funktionskieferorthopädischen Geräten - auch Fehlfunktionen der Kau-, Lippen-, Zungen- und Wangenmuskulatur korrigieren.

 

Funktionsregler, © Prof. SchopfFunktionsregler, © Prof. SchopfAls Vorteile der herausnehmbaren Spangen sind zu nennen: Sie können von den Patienten bei Bedarf herausgenommen werden, es gibt keine Schwierigkeiten beim Zähneputzen und das Risiko der Entstehung von Karies, Zahnbetterkrankungen und Überlastungsschäden ist gering.
Nachteilig wirkt sich aus, dass diese herausnehmbaren Spangen nur wirksam sind, wenn die Patienten sie auch einsetzen; eine gute Kooperation seitens der Patienten ist also unerlässlich. Auch dauern die kieferorthopädischen Behandlungen mit herausnehmbaren Spangen in der Regeln länger als bei Verwendung festsitzender Apparaturen, da diese 24 Stunden im Munde sitzen und dort wirksam sind.

Tragezeit: Wann sollen herausnehmbare kieferorthopädische Spangen getragen werden ?

Je öfter eine Spange eingesetzt wird, um so besser und schneller lässt sich das Gebiss regulieren. Um richtig wirken zu können, müssen herausnehmbare Spangen nachts und mindestens einige Stunden am Tage im Munde sein, kleinere Spangen auch ganztags. Beim Essen und beim Sport sollen die Spangen in der Regel nicht eingesetzt werden, es sei denn, der Behandler gibt eine andere Anweisung.

Werden die Spangen beim Essen getragen, besteht die Gefahr, dass Speisereste zwischen der Platte und den Zähnen kleben bleiben, was zur Entkalkung des Zahnschmelzes und zu Karies führen kann.

Grundsätzlich ist während jeder kieferorthopädischen Behandlung eine besonders gute Mundhygiene erforderlich. Die Zähne sollten nach jedem Essen geputzt werden, zumindest sollte der Mund nach den Zwischenmahlzeiten ausgespült werden, wenn keine Gelegenheit zum Zähneputzen besteht.

Funktionskieferorthopädische Apparate (Aktivatoren, Bionatoren, Funktionsregler u.a.) sind eine Art "Turngerät", mit welchem die Kaumuskeln gestärkt und Störungen der Muskelfunktion normalisiert werden sollen. Da Muskeln aber in der Nacht selten in Aktion sind, ist es besonders wichtig, diese Spangen auch am Tage zu tragen. Aus den gleichen Gründen sollten sie beim Sprechen nicht herausgenommen werden, auch wenn die Aussprache in der Eingewöhnungsphase etwas schwieriger ist und man manchmal nicht so gut verstanden wird.

Behandlungskontrollen: Wann muss der Behandler nach der Spange schauen?

Soll die Regulierung erfolgreich und ohne Probleme verlaufen, muss die Spange regelmäßig kontrolliert und nachgestellt werden. Die vereinbarten Termine sollten pünktlich eingehalten werden und die Spange ist natürlich zu jeder Kontrolle mitzubringen.

Bei auftretenden Schmerzen, Verlust oder Beschädigung der Apparatur oder wenn die Spange nicht richtig passt sollten die Patienten abweichend vom ursprünglich abgesprochenen Termin die Sprechstunde aufsuchen.

Auf keinen Fall sollte man im Tragen der Spange längere Zeit aussetzen - aus welchem Grund auch immer (Schmerzen, Krankheit, Ferien, Schullandheim usw.). Wird die Spange nicht regelmäßig getragen und nur ein paar Tage ausgelassen, können sich Zähne und Kiefer sehr rasch wieder in die alte Stellung zurückbewegen und ein monatelanges, fleißiges Tragen war umsonst. Die Behandlung dauert dadurch nicht nur wesentlich länger, es ist auch schwieriger, ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Spangenpflege: Wie bleiben die Spangen appetitlich und sauber?

Die Spange sollte jeden Tag mit Zahnbürste und Zahnpasta oder mit Reinigungstabletten gereinigt werden. Man kann sie zum Beispiel nach dem Zähneputzen in den mit Wasser gefüllten Zahnputzbecher legen und ein paar Tropfen Mundwasser dazugeben, dann schmeckt sie immer frisch nach Pfefferminz und riecht auch nie schlecht.

Bitte die Spange niemals auskochen, weil sich der Kunststoff dabei verformen kann!

Aufbewahrung der Spangen:

Wenn die Spangen nicht im Munde sind, sollen sie stoßgeschützt in einer Spangendose aufbewahrt werden. Sie gehören weder lose in die Hosentasche oder in den Ranzen noch unter die Schulbank, auch sollen sie zu Hause nicht lose herumliegen. Beim Essen im Restaurant sollte man die Spange nicht in eine Serviette wickeln (und dann vergessen), sie gehört auch nicht lose ins Urlaubsgepäck. Am besten schreibt man Namen und Adresse in die Dose hinein, damit man sie zurückerhält, wenn sie einmal verloren geht.

Verstellen der Schrauben: In manchen Platten ist eine Schraube zum Verstellen; was macht man damit?

Zur Veränderung der Zahnbogenform sind in manchen Spangen Metallschrauben eingefügt, mit der man die Platte breiter stellen kann. Dann kann es vorkommen, dass der Behandler dem Patienten einen kleinen Schlüssel mitgibt, mit dem dieser die Schraube selbst verstellen kann. Wichtig ist dabei, die Schraube immer in der richtigen Richtung zu drehen. Diese Richtung ist in der Regel mit einem Pfeil markiert.

Materialnachweis:

Funktionskieferorthopädische Apparate und kieferorthopädische Platten bestehen gemäß Herstellerangaben in der Regel aus folgenden Materialien:

  • Kunststoffbasis : kaltpolymerisierte Methacrylate
  • Drahtelemente: rostfreier Chrom-Nickel-Stahl (Cr16, Ni10, Mo2, Fe72, geringe Anteile Mn, Si)
  • Schrauben: Chrom-Nickel-Stahl, einige Sonderformen aus Neusilber (verchromt)
  • Farbstoffe: Diazo-Farbstoffe bzw. Anthraquinone

Weitere Seiten in diesem Bereich

 

Zahnfehlstellungen

  • Was ist Kieferorthopädie?
  • Häufige Fehlstellungen

Indikation und Zeitpunkt kieferorthopädischer Behandlungen

  • Warum eine kieferorthopädische Behandlung?
  • In welchem Alter sollte behandelt werden?
  • Behandlung im Säuglingsalter
  • Frühbehandlung im Milchgebiss
  • Behandlung in der 1. Phase des Zahnwechsels
  • Behandlung in der 2. Phase des Zahnwechsels
  • Behandlung im bleibenden Gebiss
  • Kieferorthopädische Erwachsenenbehandlung
  • Kieferorthopädische Befunderhebung
  • Zahnextraktionen aus kieferorthopädischen Gründen

Kieferorthopädische Behandlungsgeräte

  • Herausnehmbare kieferorthopädische Geräte
  • Festsitzende Geräte
  • Mitarbeit / Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung

Nach der kieferorthopädischen Behandlung

  • Stabilisierungsphase
  • Weisheitszähne

Kosten einer kieferorthopädischen Behandlung

  • Was zahlt die Krankenkasse?
  • Welche Kosten übernimmt eine private Krankenversicherung bzw. die Beihilfestelle?
 
  • Seite drucken
  • nach oben
 

Allgemeine Informationen

Die KZBV

  • Aufgaben
  • Organisation
  • Mitglieder
  • Stellenangebote
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Seitenübersicht

Unsere Partner

  • zahnärztliche Mitteilungen Zahnärztliche Mitteilungen
  • Institut der Deutschen Zahnärzte Institut der Deutschen Zahnärzte

Neuester Tweet von @KZBV

Der Leitfaden "Schnittstellen zwischen BEMA und GOZ" ist nun auch online abrufbar t.co/cX8nJjP28L
  • RSS Feed

Newsletter abonnieren