Zahnbürsten - das Grundwerkzeug für saubere Zähne
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(© womue - Fotolia.com)Die Auswahl ist groß: In Drogerien, Apotheken und auch Supermärkten finden sich heute Zahnbürsten in allen Formen und Farben. Wie eine gute Zahnbürste beschaffen sein sollte und wodurch die Bürsten sich unterscheiden, lesen Sie hier.
Eigenschaften, die eine gute Zahnbürste auszeichnen:
- Kunststoff-Borsten
Naturborsten werden aus Tierhaaren hergestellt. Sie sind nicht empfehlenswert, weil sich in den feinen Kanälchen der Tierhaare Bakterien einnisten können. Naturhaar-Zahnbürsten sind daher unhygienisch. Außerdem sind sie nicht - wie es bei einer guten Zahnbürste sein sollte - an den Spitzen abgerundet. - Kleiner Bürstenkopf
Wenn die Bürste zu groß ist, stört sie im Mund, vor allem in den hinteren Bereichen. Mit einem kleinen Kopf kommt man überall leichter hin, vor allem an die Innenseiten der Zähne. Ein kleiner Kopf reinigt also besser! - Vielbüschelige Borsten
Zahnärzte nennen es "multitufted", wenn die einzelnen Borsten büschelweise in den Zahnbürstenkopf eingesetzt sind. Diese Anordnung hat sich als besonders effektiv und schonend zugleich bewährt. - Handlicher Griff
Manche Menschen haben gern einen stärkeren Zahnbürstengriff, andere bevorzugen ein eher leichtes Modell - hier gibt es keine fachlichen, sondern nur persönliche Kriterien. Man sollte sich die Bürste aussuchen, die gut in der Hand liegt und gut zu handhaben ist. Mit dicken Griffen wird allerdings nicht selten zu viel Kraft ausgeübt!
Spezielle Zahnbürsten:
Ungewöhnliche Bürstenköpfe
Die Kreativität der Zahnbürstenhersteller ist außerordentlich groß. Alle geben sich Mühe, den besten aller Bürstenköpfe zu entwickeln. Dabei gibt es tatsächlich interessante Neuentwicklungen wie z.B. eine Doppelkopf-Zahnbürste, die die Zähne beidseitig säubert, aber auch Produkte, die die Zahnärzte aus verschiedenen Gründen für weniger gut halten. Wer unsicher ist, ob die eigene Zahnbürste oder ein neuartiges Modell aus zahnmedizinischer Sicht als empfehlenswert oder weniger empfehlenswert gilt, sollte seinen Zahnarzt oder dessen Prophylaxe-Mitarbeiterin fragen.
Kinderzahnbürsten
Solche Zahnbürsten haben in der Regel einen dickeren Griff, damit die Kinderhände ihn leichter festhalten und gezielt führen können. Aber auch hier gilt: Auf einen möglichst kleinen Bürstenkopf achten. Das Wichtigste überhaupt ist, dass das Kind seine Zahnbürste mag und regelmäßig benutzt! Mehr zu Kinderzahnbürsten erfahren Sie hier.
Spezialzahnbürsten
Für Menschen mit eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten gibt es spezielle Zahnbürsten, die einen besonders dicken Griff, evtl. sogar eine Art "Tennisball" um den Griff haben. Das erleichtert das Festhalten. Je sicherer die Zahnbürste gehalten wird, desto besser kann sie geführt werden. Auch hier kann der Zahnarzt mit seinem Rat weiterhelfen.
Elektrische Zahnbürsten
(© Fotolia.com/snsweb)Die Auswahl ist in diesem Sektor in den letzten Jahren erheblich gestiegen - hier die wichtigsten Systeme:
Die "Normalbürste" sieht aus wie eine normale Zahnbürste und hat einen kleinen länglichen Bürstenkopf, der beim Zähneputzen schwingt, Zahnbeläge lockert und entfernt.
Bei Bürsten mit rotierenden Borsten sind die Borsten in Ringform angelegt, und dieser Borstenring führt eine kreisende Bewegung aus. Die Zahnbeläge werden dabei quasi "weggeschleudert".
Ultraschall-Zahnbürsten lockern mittels Ultraschall den Zahnbelag, so dass er von der Bürste leichter erfasst und entfernt werden kann.
Auch schallaktive Zahnbürsten arbeiten mit Schwingungen, die man jedoch nicht nur als Vibrieren der Zahnbürste spürt, sondern (anders als bei den Ultraschallgeräten) auch leise hört. Sinn der Technik ist ebenfalls, Beläge zu lockern, aufzuwirbeln - und dann mit der Bürste zu entfernen.
Anders als früher, als die Putztechnik solcher elektrischer Zahnbürsten noch in den Kinderschuhen steckte, werden die neuen Modelle immer öfter von den Zahnärzten empfohlen. Der Grund: Richtig angewendet, putzen sie Studien zufolge mehr Beläge von den Zähnen als die Handzahnbürste. Zwar sind viele elektrische Zahnbürsten nicht nur in der Anschaffung, sondern vor allem beim Nachkauf der Bürstenköpfe nicht gerade billig, die Anschaffung kann sich aber lohnen.
Allerdings gilt hier wie bei allen Zahnbürsten: Nur diejenige ist wirklich gut, die Sie regelmäßig, richtig und nicht zu lange benutzen. Spätestens nach drei Monaten Gebrauch ist jede Zahnbürste abgenutzt und sollte durch eine neue ersetzt werden.

