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Mitarbeit / Dauer einer kieferorthopädischen Behandlung

Artikel

Warum ist eine gute Mitarbeit der Patienten im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung unerlässlich?

Drei bunte Zahnspangen (© Michael Tieck - Fotolia.com)Je öfter eine herausnehmbare Spange eingesetzt wird, um so besser und schneller lässt sich das Gebiss regulieren. Daher ist eine gute Mitarbeit der Patienten sehr wichtig. Herausnehmbare Platten müssen die Patienten nachts und mindestens einige Stunden am Tage, kleinere Spangen auch ganztags einsetzen, sonst ist ein gutes Behandlungsergebnis nicht zu erreichen. Ein Auslassen der Apparatur, auch nur für wenige Tage, hat einen raschen Rückfall zur Folge und kann das Ergebnis mehrmonatiger Bemühungen zunichte machen.

Funktionskieferorthopädische Apparate (Aktivatoren, Bionatoren, Funktionsregler u.a.) sind eine Art "Turngerät", mit welchem die Kaumuskeln gestärkt und Störungen der Muskelfunktion normalisiert werden sollen. Diese Muskelübungen wie auch das Sprechen mit der Apparatur helfen, das Behandlungsziel rascher zu erreichen.

Die Forderung nach guter Mitarbeit gilt auch bei der Behandlung mit festsitzenden Apparaturen. Zur Vermeidung schädlicher Nebenwirkungen (Entkalkungen des Zahnschmelzes, Schädigung der Zahnwurzeln und des Zahnhalteapparates) sowie zum Erreichen eines guten Therapieerfolges ist hier eine überdurchschnittlich gute Mundhygiene und ein pünktliches Einhalten der Termine erforderlich. In vielen Fällen ist auch das sorgfältige Einhängen von Gummiringen oder das regelmäßige Tragen einer Außenspange notwendig, um unerwünschte und teilweise irreversible Zahnverschiebungen zu vermeiden.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung?

Regulierungen der Zahn- und Kieferstellung erstrecken sich einschließlich der meist erforderlichen Stabilisierungsphase im allgemeinen über mehrere Jahre. Dies liegt daran, dass in vielen Fällen Wachstum für die Behandlung genutzt wird, zur Zahnbewegung relativ schwache, biologische Kräfte angewandt werden, um Zähne und Zahnhalteapparat nicht zu schädigen, und dass nach Abschluss der aktiven Behandlung in der Regel eine Stabilisierung des erreichten Ergebnisse erforderlich ist, damit es nicht zu einem Rückfall (Rezidiv) kommt. Kieferorthopädische Patienten, ggf. auch ihre Eltern, müssen sich also geduldig auf eine längerfristige Betreuung durch den Kieferorthopäden einstellen.

Patienten können selbst zu einem rascheren Behandlungserfolg beitragen, indem sie die Apparaturen intensiv und regelmäßig tragen und auch die Anweisungen zur optimalen Mundhygiene befolgen.

Wie häufig muss eine kieferorthopädische Apparatur kontrolliert werden?

Soll die Regulierung erfolgreich und ohne Probleme verlaufen, muss die Spange regelmäßig kontrolliert und nachgestellt werden. In der Regel liegen die Abstände zwischen den Kontrollterminen bei 3 - 8 Wochen. Direkt nach Einsetzen einer Apparatur können die Intervalle kürzer sein, in der Stabilisierungsphase werden sie gegebenenfalls verlängert. Die vereinbarten Termine sollten pünktlich eingehalten werden und die Spange ist natürlich zu jeder Kontrolle mitzubringen.

Bei auftretenden Schmerzen, Verlust oder Beschädigung der Apparatur oder wenn die Spange nicht richtig passt, sollten die Patienten abweichend vom ursprünglich abgesprochenen Termin Kontakt mit dem Behandler aufnehmen. Auf keinen Fall sollte man im Tragen der Spange längere Zeit aussetzen - aus welchem Grund auch immer (Schmerzen, Krankheit, Ferien, Schullandheim usw.).

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