Stabilisierungsphase (Retention)

Wenn es im Laufe der kieferorthopädischen Behandlung gelungen ist, die Zahnstellung zu verbessern, die Kiefer korrekt zueinander einzustellen, die Funktionsbeeinträchtigung des Gebisses zu beheben und ein auch ästhetisch zufriedenstellendes Resultat zu erzielen, hat dies den Patienten, den Kieferorthopäden (und bei vielen Kindern auch die Eltern) viel Einsatz und Mühe gekostet. Es wäre bedauerlich, wenn dieser Behandlungserfolg teilweise oder gänzlich zunichte gemacht würde, weil in der nun folgenden Stabilisierungsphase das notwendige Tragen der eingefügten Apparatur nicht konsequent genug erfolgt.

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Ist eine Entfernung der Weisheitszähne erforderlich?

Ein häufiges Ereignis gegen Ende einer kieferorthopädischen Behandlung ist die Überweisung zur operativen Entfernung der Weisheitszahnkeime. Auslöser ist häufig die Beobachtung, dass sich um das 20. Lebensjahr herum bei vielen Menschen ein Engstand im Frontzahnbereich entwickelt, der bevorzugt im Unterkiefer auftritt. Diese in einer späten Phase der Gebissentwicklung entstehende Zahnstellungsanomalie lässt sich in einer Reihe von Fällen als Rückfall (Rezidiv) nach vorangegangener kieferorthopädischer Behandlung interpretieren, dem dann durch die Germektomie (Keimentfernung) der Weisheitszähne entgegengewirkt werden soll. Ein solcher Engstand kann aber auch unabhängig davon bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auftreten, bei denen eine derartige Anomalie nie vorgelegen hatte.

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