Folgen der Honorarverteilung unter Budgetzwängen
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Beschluss:
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen auf, die einschneidenden Folgen der Honorarverteilung unter Budgetzwängen durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit mit Offenlegung der fehlenden Mittel gegenüber der Bevölkerung und der Politik deutlich darzustellen.
Die seit 15 Jahren bestehende Dauerbudgetierung hat dazu geführt, dass die von den Krankenkassen zur Verfügung gestellten Mittel für die zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung und ihren Behandlungsbedarf bei weitem nicht ausreichen. So fehlten im Jahre 2007 ca. 100 Mio. Euro für eine notwendige Behandlung der Versicherten. Im Jahre 2008 werden dies voraussichtlich 150 Mio. Euro sein. Zu Recht hatte der damalige Gesundheitsminister Seehofer schon bei der Budgeteinführung 1993 darauf hingewiesen, dass eine Budgetierung nur kurzfristig bestehen dürfe, da ansonsten die gute Qualität der Behandlung nicht gewährleistet werden könne.
In der Verantwortung gegenüber ihren Patienten haben die Zahnärzte diese Mangelsituation bisher durch unbezahlte Arbeit ausgeglichen. Ein solches Vorgehen wird in Zukunft aufgrund der gestiegenen Kostensituation und gesetzlich geforderter Auflagen und Investionen durch die Praxen nicht mehr aufgefangen werden können. Diese unhaltbare Situation muss in das Blickfeld der Politik und der Bevölkerung gerückt werden.


