Resolution: "Reform des zahnärztlichen Vergütungssystems jetzt"
Artikel
Beschluss:
Die Vertreterversammlung der KZBV beschließt folgende Resolution:
Mit großer Enttäuschung und Unverständnis nimmt die Zahnärzteschaft zur Kenntnis, dass der bisher von der Politik gegenüber der Zahnärzteschaft stets vermittelte Generalkonsens zu den dringend notwendigen grundlegenden Strukturreformen keinen Niederschlag im GKV-FinG gefunden hat.
Wesentliche Problembereiche bleiben ungelöst:
Es bleibt bei der Budgetierung der Gesamtvergütungen.
Es bleibt bei der strikten Anbindung an die Grundlohnsumme.
Der tatsächliche Versorgungsbedarf der Patienten bleibt unberücksichtigt.
Das zahnärztliche Vergütungssystem ist weiterhin nicht wettbewerbsfähig. Für die Patienten führt dies zu Versorgungsdefiziten, weil zu knapp bemessene Budgets zur Rationierung von Leistungen führen. Das Budgetproblem zeigt sich in ganz Deutschland.
Mit dem GKV-FinG wird die bisherige fantasielose Kostendämpfungspolitik der Vorgängerregierungen fortgesetzt. Statt mutiger und längst überfälliger Reformschritte enthält das GKV-FinG lediglich pauschale Absichtserklärungen zu strukturellen Veränderungen des zahnärztlichen Vergütungssystems.
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert daher den Gesetzgeber auf, die seit langem konsentierten und als dringend erforderlich anerkannten strukturellen Reformen des zahnärztlichen Vergütungssystems 2011 umzusetzen und damit dessen Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit sicherzustellen.


