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Zahnärztliche Agenda Qualitätsförderung

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Checkliste: Ein grüner Stift hakt drei Kästchen ab (© babimu/Fotolia.com)Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und die Bundeszahnärztekammer haben bereits 1988 eine erste Agenda zur Qualitätsförderung vorgelegt. Dieses Grundsatzpapier, das die Positionierung des Berufsstandes zur Qualität in der Zahnmedizin beschreibt, wurde zuletzt 2004 fortgeschrieben und aktualisiert.

Das Hauptziel: Durch kontinuierliche interne Überprüfung soll eine stetige Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung und damit auch der Mundgesundheit der Bevölkerung erreicht werden. Für den einzelnen Patienten bedeutet das den Erhalt oraler Strukturen und eine Steigerung der Lebensqualität. Zahnarzt und Patient werden zu gleichberechtigten Partnern, die über Behandlung und Therapie gemeinsam entscheiden.

Die Agenda erläutert das grundlegende Konzept einer "voraussetzungsorientierten Qualitätsförderung" auf Basis der präventionsorientierten Zahnheilkunde. Dabei wird der enge Zusammenhang zwischen Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität betont.

In der Agenda sind darüber hinaus fünf Grundsätze zur Qualitätsförderung in der Zahnheilkunde festgelegt:

  1. Qualitätsförderung ist eine originäre innerprofessionelle Aufgabe; damit wird die berufliche Tätigkeit transparent.
  2. Qualitätsförderung dient der Verbesserung der Patientenversorgung und ist kein Selbstzweck. Der Patient steht im Mittelpunkt der Qualitätsförderung und muss in die Lage versetzt werden, daran mitzuwirken.
  3. Maßnahmen zur Qualitätsförderung sind vom Berufsstand selbst zu entwickeln und zu implementieren, ohne Vorgaben und direkte Einflussnahme durch Gesetzgeber oder Kostenträger. Zwang und Kontrolle zur Qualitätsförderung sind nicht zielführend.
  4. Qualitätsförderung bedarf angemessener personeller und organisatorischer Strukturen. Diese sind mit Kosten verbunden. Voraussetzungsorientierte Qualitätsförderung wird vom Berufsstand verwirklicht, wo immer sie für Zahnärzte und Patienten von Nutzen ist. Qualitätsförderung setzt eine angemessene Honorierung der hochwertigen zahnmedizinischen Dienstleistungen voraus.
  5. In Zukunft können mehr Menschen mehr eigene Zähne bis ins Alter behalten, was eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet. Voraussetzung dafür ist die Umsetzung einer qualitätsgesicherten und gleichzeitig präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

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Agenda Qualitätsförderung vom 15.07.2004

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