Herbert-Lewin-Preis
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Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus
Das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung vergeben gemeinsam den Herbert-Lewin-Preis mit dem wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ prämiert werden.
Dr. Romy Ermler (BZÄK), Univ.-Prof. Dr. Volker Hess (Charité) und Preisträgerin Dr. Dr. Lea Münch
Verleihung Herbert-Lewin-Preis 2025
Am 25. November 2025 wurden zum zehnten Mal wissenschaftliche Arbeiten mit dem Herbert-Lewin-Preis prämiert.
Den ersten Preis erhielt Dr. med. Dr. phil. Lea Münch für ihre Arbeit „Innenansichten der Psychiatrie im Elsass zur Zeit des Nationalsozialismus. Lebensgeschichten zwischen Strasbourg und Hadamar“. Die Studie beleuchtet individuelle Schicksale psychiatrischer Patientinnen und Patienten.
Dr. Romy Ermler (BZÄK), Univ.-Prof. Dr. Volker Hess (Charité) und Preisträgerin Dr. Dana Derichs
Mit dem zweiten Preis wurde Dr. med. Dana Derichs ausgezeichnet. Ihre Arbeit „Die Medizinstudentinnen der Universität Erlangen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus“ analysiert Lebenswege und Karrieren von Frauen in der Medizin.
Leben und Wirken von Herbert Lewin
Herbert Lewin, nach dem der Preis benannt ist, wurde am 1. April 1899 in Schwarzenau geboren. Nach einem Medizinstudium arbeitete er in der jüdischen Poliklinik in Berlin, ab dem Jahr 1937 bis zu seiner Deportation durch die Nationalsozialisten als Chefarzt im jüdischen Krankenhaus in Köln. Nach seiner Befreiung nahm Herbert Lewin seine Arzttätigkeit wieder auf. In den Jahren 1963 bis 1969 bekleidete er das Amt des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland. Lewin starb am 21. November 1982 in Wiesbaden. (Quelle: www.zentralratdjuden.de)
