Beschlüsse der 8. Vertreterversammlung
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Vertreterversammlung am 10. und 11. Juli in Köln 2026
Resolution: Reformpläne dürfen die vertragszahnärztliche Versorgung nicht gefährden
Vertreterversammlung
„Einnahmenorientierte Ausgabenpolitik“ im vertragszahnärztlichen Bereich stoppen – Patientenversorgung nicht durch strikte Budgetierung gefährden
Vertreterversammlung
Kurzsichtige Sparpolitik der Bundesregierung gefährdet Sicherstellung der flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung – besonders für die Kieferorthopädie
Vertreterversammlung
Massive Versorgungseinschnitte für Kinder und Jugendliche verhindern – Faktisches Berufsverbot für kieferorthopädisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte stoppen
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert die Bundesregierung und die Koalitionsfraktionen auf, die mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Eingriffe in die kieferorthopädische Versorgung, insbesondere die Einführung eines Fachzahnarztvorbehaltes, im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens aus dem Gesetzentwurf zu streichen.
Eingriffe in die kieferorthopädische Versorgung stoppen
Vertreterversammlung
Politische Pläne für weitere staatliche Eingriffe und Aushöhlung der Selbstverwaltung stoppen
Vertreterversammlung
Gesetzliche Eingriffe in die Vergütungsregelungen für Führungskräfte und Vorstände von KZBV und KZVen unterbinden – Personelle und fachliche Aushöhlung der Expertise der Selbstverwaltung verhindern
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV kritisiert die anhaltenden geplanten staatlichen Eingriffe in die Kompetenzen und Gestaltungsspielräume der Selbstverwaltung – insbesondere die mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Eingriffe in ihre Personal- und Haushaltshoheit – auf das Schärfste.
Prävention als Schlüssel für stabiles und nachhaltiges Gesundheitssystem – präventionsorientierte Parodontitistherapie gesetzlich als Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung verankern
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert die Bundesregierung auf, im Zuge der geplanten Strukturreformen zur langfristigen Stabilisierung der GKV-Finanzen bzw. im Rahmen der von Bundesministerin Warken angekündigten Präventionsoffensive die präventionsorientierte Parodontitistherapie gesetzlich als Früherkennungs- und Vorsorgeleistung zu verankern und ihre Finanzierung zu garantieren.
Das Befüllen der ePA muss weiterhin vergütet werden
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV lehnt die im Regierungsentwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes vorgesehene Streichung der Vergütung für Leistungserbringer für die Befüllung der elektronischen Patientenakte (ePA) ab und fordert die politischen Entscheidungsträger dazu auf, diese Regelung im parlamentarischen Verfahren aus dem Gesetzentwurf wieder herauszunehmen.
Rechtssicherheit und Haftung in der TI 2.0
Vertreterversammlung
Mit dem Elektronischen Datenaustausch zwischen Dentallabor und Zahnarztpraxis (eLABZ) die nächste Stufe sinnstiftender Digitalisierung zünden
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert die 53 Handwerkskammern auf, die notwendigen organisatorischen und administrativen Prozesse zur Beantragung, Prüfung und Ausgabe von elektronischen Berufsausweisen (eBA) für Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sowie elektronischer Betriebsausweise (SMC-B) für zahntechnische Labore unverzüglich zu etablieren und flächendeckend zu unterstützen.
Notfallversorgungs-Reformgesetz: Verzicht auf zusätzliche Pflicht zur Information über Barrierefreiheit und Sprechstundenzeiten der vertragszahnärztlichen Praxen und auf Kooperationspflicht der KZVen mit Krankenhäusern
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung fordert den Gesetzgeber auf, von der im Rahmen des aktuellen Entwurfs eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung vorgesehenen Pflicht der KZVen abzusehen, die Versicherten bundesweit einheitlich über die Barrierefreiheit und die Sprechstundenzeiten der vertragszahnärztlichen Praxen zu informieren.
Bürokratie im Gesundheitswesen endlich abbauen – Maßnahmenkatalog der Zahnärzteschaft umsetzen und Praxen spürbar entlasten
Vertreterversammlung
iMVZ wirksam begrenzen – gesetzgeberische Maßnahmen jetzt umsetzen und investorengetriebene Fehlentwicklungen stoppen
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert die Bundesregierung eindringlich auf, die im Koalitionsvertrag angekündigte Regulierung investorengetragener Medizinischer Versorgungszentren (iMVZ) endlich umzusetzen und kurzfristig ein wirksames Gesetz vorzulegen, das den Marktzugang von versorgungsfremden Finanzinvestoren in der vertragszahnärztlichen Versorgung klar begrenzt und die freiberuflich geprägte
Versorgungsstruktur nachhaltig schützt.
Elektronische Patientenakte nach § 342 SGB V endlich versorgungstauglich umsetzen
Vertreterversammlung
Ablehnung der Ausweitung der Datenverarbeitungsbefugnis und Streichung der Regelung für Kranken- und Pflegekassen nach § 25b und § 284 Abs. 1 Nr. 25 SGB V-E
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV lehnt die vom Gesetzgeber geplante Ausweitung der Datenverarbeitungsbefugnis für Kranken- und Pflegekassen nach §§ 25b und 284 Abs. 1 Nr. 25 SGB V-E im Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) ab und fordert den Gesetzgeber auf, die Erweiterung der Datenverarbeitungsbefugnis zu streichen und auf die Regelungen insgesamt zu verzichten.
Interoperabilitätspflicht muss verhältnismäßig und Sanktionierung muss adressatengerecht sein
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV lehnt die im Referentenentwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) vorgesehene Ausweitung der Prüfungsbefugnisse des Kompetenzzentrums für Interoperabilität im Gesundheitswesen (KIG) auf qualitative und quantitative Anforderungen von PVS-Funktionen ab.
Ausweitung der Befugnisse der gematik muss Grenzen haben
Vertreterversammlung
Die Vertreterversammlung der KZBV begrüßt ausdrücklich die im Referentenentwurf des Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) geplante Kompetenzerweiterung seitens der gematik bei der Gewährleistung der Betriebsstabilität der TI. Allerdings sind Grenzen dort zu wahren, wo die Selbstverwaltungskompetenz beginnt.