Volltextsuche in der elektronischen Patientenakte zeitnah realisieren
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Beschluss
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf, dass die Bereitstellung einer Volltextsuche in der elektronischen Patientenakte (ePA) nicht weiter verschleppt wird. Die geplante Umsetzung im ersten Quartal 2027 kommt deutlich zu spät.
Begründung
Die Vertragszahnärzteschaft sieht in der ePA die Perspektive, in der Behandlungssituation schneller auf gesundheitsrelevante Informationen der Patientinnen und Patienten zugreifen zu können. Dieses Potential kann aber nur dann realisiert werden, wenn die ePA tatsächlich praxistauglich ausgestaltet ist. Dazu gehört neben dem vordringlichen Ziel der Einstellung strukturierter Daten die Möglichkeit, mittels Volltextsuche die ePA und ihre Dokumente effizient durchsuchen zu können. In diesem Verständnis hatte die Gesellschafterversammlung der gematik Anfang 2024 beschlossen, die ursprünglich direkt zum Start der ePA für alle vorgesehene Volltextsuche spätestens zum Jahresanfang 2026 einzuführen. Weil nun aber das nächste ePA-Release in zwei Stufen eingeführt wird und die Volltextsuche erst für die zweite Stufe vorgesehen ist, verschiebt sich deren Einführung auf frühestens Anfang 2027. Dies hat die Gesellschafterversammlung der gematik im September 2025 gegen die Stimmen der KZBV und der anderen Leistungserbringerorganisationen beschlossen. Die Notwendigkeit einer Volltextsuchen-Funktion ist seit Jahren bekannt, sie ist Gegenstand zahlreicher Kommentierungsverfahren gewesen und alle Beteiligten wussten um die hohe Priorität des Features für die Versorgung. Ihre weitere Verzögerung ist daher unverständlich und kontraproduktiv im Hinblick auf die Akzeptanz der ePA in der Zahnarztpraxis. Vor diesem Hintergrund muss sichergestellt werden, dass die Volltextsuche als zentrales Feature zeitnah in die ePA integriert wird und ihre Entwicklung und Implementierung prioritär vor anderen Funktionen zu betrachten und zu behandeln ist. Denn nur wenn die ePA als leichtgängiges Arbeitsinstrument in der Zahnarztpraxis genutzt werden kann, kann sie einen Nutzen für die Versorgung entfalten. Die Volltextsuche ist hierfür unverzichtbar.